Herren 3 | 9:7 bei den verlorenen Söhnen und Oliver Bürk weiter glücklos

132 Tage ist es her, als die dritte Generation des TTC in der Verbandsoberliga einen Punkt abgab, damals gegen den TTC Neckar-Zaber. Just dieser präsentierte sich nun wieder als zäher Kampfesgegner mit dem besseren Ende für den TTC und zwei weiteren Zählern auf der Habenseite.

Nach anfänglichen Oberschiri-Nervositäten konnten die so je Team eingeplanten Doppel-Paarungen dann auch starten. Steinle/Colvin und Hingar/Bischoff mit guten Spielen, wichtigen Zählern und dementsprechend guter Stimmung. Diese schwappte auch fast ins Hübner/Löwinger-Doppel über, im Fünften ging das Match dann wie oft im Tischtennis üblich zu Ende, verbunden mit einem fairen Gratulations-Handshake für die Gegner.

Verlorener Sohn Teil 1: „Ausgerechnet heute gegen David“ hörte man einen gewissen O. Herbrik – seineszeichen langjähriger Herren I-Spieler des TTC’s – sagen.
(David) Steinle selbst zelebrierte zumindest aus seinem Blickwinkel heraus eines seiner wohl besten Spiele der 34-jährigen Karriere und quittierte dies auch mit einem Sieg – aufgrund des fehlenden Filmmaterial bleibt diese Sternstunde dann leider nur in Gedanken.


Colvin als Paarkreuzkollege zeigte wie man auch trotz fehlendem eigenem Equipment nicht nur gut, sondern auch erfolgreich spielen kann und hielt Hollenbenders weit von einem Sieg ab – dieser analysierte nach Spielende treffend: uferlos.

Als dann noch das schweizer Uhrwerk aus dem nicht schweizerischen Oberstenfeld (oder auch L. Hübner) den zumindest bis dorthin nach Bekunden aller anwesenden 50/500/5000 Zuschauern glücklosen Bürk in die Brackenheimer Schranken wies, sah es bei einer 5:1-Führung nach einem schnellen Spiel aus.

Doch weit gefehlt. Iron Bleck in vier gegen Hingar und ansehnlichen Heberduellen aus der Halbdistanz. Bischoff schraubte (man kann es vorwegnehmen) seine Bilanz in der RR auf 3:0, zumindest aus Sicht der sich freuenden Gegner – dieses mal Demond.
Verlorener Sohn Teil 2: plötzlich tauchte während des oberen Schlagabtausches, wenn man das mit sehr viel gutem Willen so sehen mag, der leider gesundheitlich angeschlagene D. Herbrik (wie sein Bruder fester Teil der Untermberger TT-Geschichte und eigentliche Nummer 1 der Hausherren) als Betreuer unfreiwillig inmitten der TTC-Bank auf, hätte es allerdings nicht gebraucht.
Und Löwinger begann stark, um am Ende nicht stark nachzulassen, sondern einem stärkeren Walter zu gratulieren.

Waldau-Stadionwurst zur Halbzeit

Steinle machte dort weiter wo er ca. 1,5 Stunden vorher aufgehört hatte und nahm beim 3:0 gegen Hollenbenders auch keine Rücksicht auf diesen.
Colvin 2:0 vorne gegen Herbrik, doch irgendwie hat dieser dann noch noch Touch, Kraft, Wille und Rückschläge womit er das Spiel drehte. Colvin keinesfalls schlecht, am Ende gewann der Bessere von zwei Guten – Drei Euro ins Phrasenschwein.

Ähnlich das Duell Hübner – Bleck. 2:0, 2:2, 5:7 im Fünften und doch „klaut“ sich Hübner in einem sehenswerten Match gegen Bleck am Ende zurecht den Sieg.
Ob sehenswert oder nicht müssen andere beurteilen, zumindest auf Nachfrage im weiten Zuschauerrund wollte keiner dazu eine Einschätzung zum Spiel Hingar – Bürk geben. Letzterer dann doch wieder rehabilitiert, Hingar nach einem langen TTT (Tischtennis-Tag) mit der zweiten Niederlage des Abends.

Wie bereits erwähnte wollte dem Bischoff zur Seite stehen – nach Bekunden des Gegner wehrlos – richtig bekundet.
7:7, und dann kam er, dieser B. Löwinger. 3:0 mit jugendlicher Spritzigkeit, filigraner Routine – zu viel des Lobes. Demond mit der richtigen Analyse, dass das ja alles noch im ersten Einzel funktioniert hatte, aber das stand halt auch nicht der GF des TVC auf der anderen Seite.

Schlussdopel, ein Traum (oder auch nicht) aller TT-Spieler und Zuschauer, wenn es nach vier Stunden 8:7 steht und man hofft nicht mit leeren Händen dazustehen.

Schön anzuschauen, guter und fairer Sport mit teils schon Oberligareifen Ballwechseln und dem Sieg auf der „richtigen“ Seite. Steinle/Colvin retteten am Ende den Sieg mit einem 3:1 gegen Hollenbenders/Bleck über die 9:7-Ziellinie.

Was folgte war ein absolut schöner Ausklang mit guten Freunden, die sich nicht lumpen liesen und sowohl der Bierindustrie als auch dem einheimischen Italienerboten zu Umsatz verhalfen.

Laura, wann hat Benny das letzte Mal so aufmerksam zugehört?
Ähnlich – nur anders

D. Herbrik kam eigentlich nur zum Trinken, Löwinger behält den Inhalt seiner Titelsammlung für sich, Bleck mit deutlich weniger Fehlern (?) im Schlussdoppel als sein Partner und Hübner mit dem klaren Ziel in der nächsten Saison einen Vereins-Trainingsanzug zu besitzen.


Am Ende waren alle eins – Menschen, die sich gut unterhielten und weder verdursteten noch verhungerten – danke dafür an dieser Stelle für die Gastfreundlichkeit.

Mal schauen, ob dies am kommenden Samstag in Heilbronn ebenfalls so wird.

To be continued…

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