Herren 1 | Bietigheimer erleben Murphys Gesetz

„Alles, was schiefgehen kann, geht auch schief“, lautet die Redewendung, die auf einen amerikanischen Ingenieur zurückzuführen ist, und sie beschreibt den Samstag für den TTC immoXone Bietigheim-Bissingen treffend. Das Unheil begann mit einem massiven Stau auf der Anreise, der die Ankunft des Teams um stolze sechzig Minuten verzögerte, was der Qualität des Aufwärmens und Einspielens nicht zuträglich war. Als dann auch noch sowohl Haruto Kizuka/Michael Engelhardt, als auch Mats Sandell/Matej Haspel trotz genügend Möglichkeiten mit 1:3 unterlagen, schien der Fehlstart für das Team, das ohne die Nummer eins, Jeromy Löffler, antreten musste, perfekt. Doch es sollte nicht enden. Zwar verkürzte Kizuka in drei dominanten Sätzen gegen Jan Zibrat auf 1:2 aus Sicht der Bietigheimer, doch das sollte es mit Zählbarem gewesen sein. Sandell vergab eine 2:1-Satzführung beim 11:9 im Entscheidungssatz, im Anschluss brachte Engelhardt eine 10:6-Führung im fünften Satz nicht nach Hause, und plötzlich lag der TTC mit 1:4 zurück. Dieser denkbar schlechte Umstand ließ sich nicht mehr ins Positive wenden: Haspel kam nicht über einen Satzgewinn hinaus und Sandell erging es im Duell der Spitzenspieler gleich. So stand nach knapp 3 Stunden ein deutliches 1:6 auf der Anzeigetafel, das so nicht geplant gewesen war.

„Heute lief wirklich alles gegen uns“, berichtet ein sichtlich enttäuschter Coach Markus Schönberger nach dem Wochenende, „Das einzig Positive, das man diesem Tag abgewinnen kann, ist die Tatsache, dass sich scheinbar alle Spieler den gleichen Termin herausgesucht haben, um einen schlechten Tag zu haben.“

Nun gilt es, wieder nach vorn zu blicken und den einen Punkt, der den TTC aktuell noch vom Tabellendritten aus Neckarsulm trennt, zu bewahren. Am kommenden Wochenende steht ein doppelter Heimspieltag an, der dem TTC die Chance gibt, den Kurs wiederherzustellen.

dm